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Der idyllische Ort am Ostedeich ist wegen seiner großen stilreinen Barockkirche St. Petri, einer Seltenheit in Norddeutschland, einen Abstecher wert. Die Kirche wurde 1746/1747 vom Hamburger Baumeister Leonard Prey aus Backsteinen neu erbaut. Prey war der Miterbauer der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, dem Hamburger Michel.

An den Ausmaßen der Kirche kann man noch heute den Wohlstand der Ostener in dieser Zeit sehen. Die Inneneinrichtung aus der Erbauungszeit ist unverändert erhalten; sie ähnelt unverkennbar der des Hamburger Michels.

Den Reichtum und damit auch die Bedeutung des Kirchspiels Osten wollten die wohlhabenden Bauern zeigen. Deshalb holten sie sich aus Hamburg Johann Leonard Prey. Nach heutigen Maßstäben ein Star-Architekt. Er plante und baute die St.-Petri-Kirche. Später hat er dann zusammen mit einem weiteren Architekten die bekannteste Kirche Norddeutschlands gebaut: den "Hamburger Michel".

Die Kirche wird dem Baustil des Barock zugeordnet. Ein schlichter Ziegelbau.

Das Kirchenschiff trägt ein mit Schiefer gedecktes Mansarddach. Im Gegensatz zu Dachpfannen ist Schiefer aber sehr lange haltbar. Außerdem wird er angenagelt und ist deshalb nicht so sturmempfindlich. Das besondere am Kirchenschiff aber ist das Gewölbe. Das Gewölbe schließt als gemauerte Kuppel das Kirchenschiff nach oben ab. Erst darüber liegt der hölzerne Dachstuhl. Die St.-Petri-Kirche zu Osten ist im Inneren im Stil des „Rokoko“ gestaltet. Ein Dekorationsstil des Spätbarock.

Der barocke Kanzelaltar mit seiner über 10 m hohen Rückwand, die zweigeschossige Westempore, die lange Reihe der Gutspriechen, das flache Holztonnengewölbe mit dem üppigen ornamentalen Schmuck über dem großen Kirchenschiff können durch die Einheitlichkeit des spätbarocken Stils beeindrucken. Die Orgel wurde von Jakob Albrecht 1751 geschaffen. Von den Gebrüdern Peternell wurde 1890 eine neue Orgel in den alten Prospekt eingebaut. Die Orgel wurde 1992 restauriert.

Orgel und Kirche sind seit der Erbauung teilweise mehrfach renoviert worden. Baulich aber ist die Kirche weitgehend unverändert geblieben. Die größten Veränderungen sind durch den Einbau einer Zentralheizung schon im Jahr 1900 erfolgt. Dafür wurde ein Raum hinter dem Altar abgetrennt. Natürlich ist auch irgendwann elektrischer Strom in die Kirche gelegt worden. Seit dieser Zeit konnte die Orgel mit einem elektrischen Gebläse ausgestattet werden. Niemand musste die Blasebälge treten. Auch das Geläut und die Turmuhr von St.-Petri konnten mit einem Antrieb über Elektromotoren ausgestattet werden.